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	<title>dfp - deutsche fachpresse paraguay</title>
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	<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 18:48:23 +0000</pubDate>
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		<title>LIDL   kein fairer Handel mit Entwicklungsl&#228;ndern</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 18:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Allgemein</category>
	<category>LIDL - Lebensmittelkonzern</category>
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		<description><![CDATA[Auf der Internetpr&#228;senz ( www.lidl-fairglobe.de) profiliert sich der Lebensmittelkonzern LIDL mit dem Slogan &#8221;Lidl unterst&#252;tzt den Fairen Handel mit Entwicklungsl&#228;ndern&#8220;, doch die Wahrheit sieht anders aus. Ethisch fragw&#252;rdige Gesch&#228;ftspraktiken des Lebensmittelkonzerns bedrohen ein nationales Entwicklungsprojekt, die Existenz von Loofah S.A. in Paraguay und damit auch die Existenzgrundlage von 144 Angestellten, tausenden Kleinbauern und Indigenen.
Nachdem das Unternehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Internetpr&#228;senz ( <a href="http://www.lidl-fairglobe.de" target="_blank">www.lidl-fairglobe.de</a>) profiliert sich der Lebensmittelkonzern LIDL mit dem Slogan &#8221;<em>Lidl unterst&#252;tzt den Fairen Handel mit Entwicklungsl&#228;ndern</em>&#8220;, doch die Wahrheit sieht anders aus. Ethisch fragw&#252;rdige Gesch&#228;ftspraktiken des Lebensmittelkonzerns bedrohen ein nationales Entwicklungsprojekt, die Existenz von Loofah S.A. in Paraguay und damit auch die Existenzgrundlage von 144 Angestellten, tausenden Kleinbauern und Indigenen.</p>
<p>Nachdem das Unternehmen Loofah S.A. bereits b&#252;rokratische Probleme mit der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) zu bew&#228;ltigen hat (<em>die IDB verz&#246;gert die Auszahlung von nicht r&#252;ckzahlbaren Entwicklungsgeldern f&#252;r die Absatzfinanzierung</em>), kam ein neues Problem auf das Unternehmen zu. LIDL handelt ethisch unverantwortlich, indem sich der Konzern an vertragliche Absprachen nicht h&#228;lt.</p>
<p><em><font size="2">Von Thomas Rottluff und Thomas Freih. von Schilling<a id="more-252"></a><img title="More..." height="10" alt="More..." src="http://www.dfp.deutsche-fachpresse.com/wp-includes/js/tinymce/themes/advanced/images/spacer.gif" width="640" name="mce_plugin_wordpress_more" /></font></em></p>
<p><strong>LIDL zeigt Interesse f&#252;r Bio Loofah-Produkte (Naturschw&#228;mme)</strong></p>
<p>Brigitte Fuzellier, Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin der gemeinn&#252;tzigen Loofah Aktiengesellschaft (S.A.), nimmt Mitte Mai 2007 Kontakt mit der LIDL-Importabteilung auf. Der zust&#228;ndige Bearbeiter Herr B. zeigt Interesse und verweist Frau Fuzellier an die LIDL-Importfirma Calin GmbH. Verschiedene Muster von Loofah-Produkten werden direkt an die LIDL-Importabteilung versendet. Ein Auswahlverfahren bei LIDL beginnt. Produkte, Mengenfeststellungen und die Verpackung werden nach R&#252;cksprache mit 3.000 LIDL-Filialen abgekl&#228;rt. Im Juni 2007 entscheidet sich LIDL f&#252;r Loofah-Tierspielzeuge als erste Produkt-Aktion.</p>
<p><strong>Chronologie der Geschehnisse</strong></p>
<p>22. Juni 2007   Telefonkonferenz - Herr Michael C. von der LIDL-Importfirma Calin GmbH, erteilt Loofah S.A. den m&#252;ndlichen Auftrag zur Produktion von 240.000 Tierspielzeugen mit einem Auftragsvolumen von 194.400 Euro. Riesige Freude bricht unter den Mitarbeitern aus. Seit den b&#252;rokratischen Problemen mit der IDB endlich der erste  Hoffnungsschimmer. Im weiteren Gespr&#228;ch erkl&#228;rt Herr Michael C., dass sich LIDL f&#252;r die zweite Produktreihe (Loofah-Handschuhe, -B&#252;rsten, -Gem&#252;se und -Fr&#252;chte) noch nicht entschieden hat. Wir fragen nach! Mitarbeiter der Loofah S.A., welche bei dem Gespr&#228;ch zugegen waren, best&#228;tigen die m&#252;ndliche Auftragserteilung und die getroffene Aussage, mit der Produktion zu beginnen.</p>
<p>26. Juni 2007 - Frau Fuzellier bedankt sich schriftlich f&#252;r den erteilten Erstauftrag, fragt aber gleichzeitig nach, wann der schriftliche Auftrag erteilt wird! Jedoch r&#252;ckt dieser f&#252;r sie wichtige Aspekt w&#228;hrend der weiteren Verhandlungen in den Hintergrund. In weiteren Telefonaten und E-Mails werden Bankformalit&#228;ten gekl&#228;rt und Abschlagzahlungen zugesichert.</p>
<p>02. Juli 2007   Zweite Produkt­-Aktion - Herr Andreas O. von der LIDL-Importfirma Calin best&#228;tigt, dass alle Informationen f&#252;r das zweite Auswahlverfahren vorhanden sind.</p>
<p>10. Juli 2007   Frau Fuzellier erh&#228;lt von der LIDL-Importfirma Calin ein Schreiben mit folgendem Inhalt: &#8221;<em>Wir machen Ihnen Anzahlungen gegen eine Bankgarantie einer Bank in Paraguay, dann bekommen Sie fl&#252;ssiges Geld und m&#252;ssen keine Zinsen zahlen</em>&#8220;.</p>
<p>19. Juli 2007 - Andreas O. von der LIDL-Importfirma Calin fliegt f&#252;r eine Woche mit den Loofah-Mustern nach China.</p>
<p>23. Juli 2007   Frau Fuzellier teilt Herrn Michael C. mit, dass sie schon mit den Vorarbeiten f&#252;r die zweite Produkt-Aktion begonnen hat, da sie sonst den vereinbarten Zeitrahmen nicht einhalten kann.</p>
<p>24. Juli 2007   Michael C. teilt Frau Fuzellier per E-Mail mit: &#8221;<em>Bitte beginnen Sie noch nicht mit der Produktion, 1. steht noch nicht fest, welche Produkte in Frage kommen; 2. steht noch kein definitiver Aktionstermin feststeht (vermutlich n&#228;chstes Jahr).</em>&#8221;</p>
<p>24. Juli 2007   Loofah S.A. &#252;bermittelt auf Wunsch von Herrn Michael C. eine Aufstellung der bereits gefertigten Tierspielzeuge an die LIDL-Importfirma Calin GmbH.</p>
<p>25. Juli 2007   Das Blatt wendet sich - Michael C. teilt Frau Fuzellier telefonisch mit, dass sich der erste Aktionstermin um ca. zwei Monate verschoben hat und bittet gleichzeitig um einen weiteren Preisabschlag bei den Katzenspielzeugen.</p>
<p>02. August 2007   Frau Fuzellier gew&#228;hrt einen weiteren Preisabschlag auf das <a href="http://www.aktuelle-rundschau.com/content/Aktuelle-Schlagzeilen/LIDL/Loofah-Produkte.jpg" target="_blank">Katzenspielzeug</a>. Eine R&#252;ckantwort bleibt man Frau Fuzellier schuldig.</p>
<p>30. August 2007   Nach telefonischer Anfrage erh&#228;lt Frau Fuzellier die schriftliche Mitteilung, dass die zweite Ausmusterung Mitte September stattfindet und danach noch vier Wochen vergehen. In weiteren Gespr&#228;chen wurde ihr mitgeteilt, sich in Geduld zu &#252;ben und den Oktober abzuwarten.</p>
<p>30. Oktober 2007   Nachdem Herr Michael C. nicht erreichbar war, f&#252;hrt Frau Fuzellier mit dem Einkaufsleiter der LIDL-Importabteilung Herrn B. ein Telefongespr&#228;ch, in dem er ihr erkl&#228;rt, dass LIDL dieselben Loofah-Produkte in China viel billiger bekommt. Daraufhin erwidert Frau Fuzellier: &#8221;<em>Unsere Loofah-Produkte sind ja ganz anders, wir haben ein anderes Design, mit Bio-Zertifikat.</em>&#8221; Herr B. antwortet: &#8221;<em>Nein, es sind genau dieselben, und solche Zertifikate kauft man einfach.</em>&#8221; Als Frau Fuzellier die f&#252;r sie brennende Frage stellt, was nun mit den 240.000 Tierspielzeugen wird, antwortet Herr B.:  &#8220;<em>Machen Sie mir einen besseren Preis, und alles weitere kl&#228;ren Sie bitte &#252;ber unseren Importeur.</em>&#8221;<br />
Nach diesem Gespr&#228;ch ist keiner der Ansprechpartner mehr f&#252;r Frau Fuzellier erreichbar.</p>
<p>18. Dezember 2007   Die Aktuelle Rundschau erkundigt sich bei Herrn Michael C., dem Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der LIDL-Importfirma Calin GmbH, nach dem aktuellen Stand. Herr Michael C. erkl&#228;rt gegen&#252;ber Herrn von Schilling, dass kaum Verhandlungen stattgefunden h&#228;tten, kein schriftlicher Auftrag erteilt worden sei, die Produkte zu teuer seien und man in Zukunft keine gesch&#228;ftlichen Beziehungen mit der Firma Loofah S.A. eingehen m&#246;chte. Nach diesem Gespr&#228;ch ist Herr Michael C. trotz mehrmaliger Versuche nicht mehr erreichbar.</p>
<p>Wir konfrontieren Frau Fuzellier mit diesem Gespr&#228;ch. Entsetzen in ihrem Gesicht, ihr stehen Tr&#228;nen in den Augen. Sie versucht sich zu fassen, geht in die Produktionshalle und &#252;bermittelt die niederschmetternde Nachricht den Mitarbeitern. Dramatische Szenen spielen sich ab, einige Frauen laufen laut weinend aus dem Raum, eine bedr&#252;ckende Situation. Wir fragen sie, was nun werden soll! Sie sagt:  Ich habe Vertrauen in Gott, und so Gott will, werden wir auch das &#252;berstehen.&#8221;</p>
<p>Die von uns zusammengetragenen Indizien, der gef&#252;hrte Schriftverkehr, die Aussagen der Mitarbeiter und die Ausf&#252;hrungen von Frau Fuzellier zeigen ein anderes Bild als das, was uns Herr Michael C. glaubhaft machen m&#246;chte. Mit einer Aussage hat Michael C. Recht: es gibt keinen schriftlichen Vertrag. Rein rechtlich ist da kaum etwas zu machen!</p>
<p>Die Verantwortlichen k&#246;nnen sich einer abschlie&#223;enden Frage nicht entziehen. Die Frage der ethisch-soziale Verantwortlichkeit!
</p>
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		<title>Skandal&#246;se Gesch&#228;ftspraktiken bei der Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB)</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2007 19:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Interamerikanische Entwicklungsbank</category>
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		<description><![CDATA[Durch unverantwortliches Verhalten zerst&#246;rt die Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) die Existenzgrundlage tausender Kleinbauern und Indigenen-Familien in Paraguay. Die Umweltaktivistin Brigitte Fuzellier praktiziert in dem s&#252;damerikanischen Land ein Paradebeispiel im Kampf gegen die Armut, durch die Produktion und den Absatz von nat&#252;rlichen Loofah-Produkten (Schwamm-Gurken). Die IDB handelte unverantwortlich, indem sie vertragliche Absprachen &#252;ber Bord warf und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch unverantwortliches Verhalten zerst&#246;rt die Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) die Existenzgrundlage tausender Kleinbauern und Indigenen-Familien in Paraguay. Die Umweltaktivistin Brigitte Fuzellier praktiziert in dem s&#252;damerikanischen Land ein Paradebeispiel im Kampf gegen die Armut, durch die Produktion und den Absatz von nat&#252;rlichen Loofah-Produkten (Schwamm-Gurken). Die IDB handelte unverantwortlich, indem sie vertragliche Absprachen &#252;ber Bord warf und in der Folge Fuzelliers Initiative „Loofah S.A.“ an den Rand der Existenz stie&#223;.<a id="more-251"></a>  <br />
 <br />
<em>Von Thomas Rottluff und Thomas Freih. von Schilling</em> <br />
 <br />
<strong>Gl&#252;ckliche Momente und wie alles begann</strong> <br />
 <br />
Es war einer der gr&#246;&#223;ten Augenblicke im Leben der Oberbayerin Brigitte Fuzellier. Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler reiste ins ferne Paraguay, sch&#252;ttelte ihre Hand und begl&#252;ckw&#252;nschte sie zu ihrem au&#223;erordentlichen sozialen Engagement f&#252;r die paraguayischen Landarbeiter, die Bev&#246;lkerungsgruppen der Indigenen und Campesinos. Selten wird ein solch denkw&#252;rdiges Erlebnis noch gesteigert. Auch bei der Mittvierzigerin nicht. Aber nach dem Besuch des Staatsoberhauptes der Bundesrepublik Deutschland im M&#228;rz 2007 ging es f&#252;r sie und ihre Initiative bergab. Doch wie viele Probleme sie Dank der Schwamm-Gurken haben sollte, konnte die geb&#252;rtige M&#252;nchnerin nicht im Entferntesten ahnen: ausgerechnet die Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) outete sich durch fragw&#252;rdige Gesch&#228;ftspraktiken als gr&#246;&#223;te Bedrohung f&#252;r die Campesinos und das Projekt. <br />
 <br />
 <br />
Alles begann vor neun Jahren, als Frau Fuzellier in einem Klostergarten Nonnen das Anlegen von Biog&#228;rten zeigte. Dabei entdeckte sie das seltsame Gew&#228;chs, die Schwamm-Gurke, und fragte die Nonnen, was dies denn sei. „<em>Ach, nur Unkraut</em>“, antworteten die Nonnen achselzuckend, „<em>es taugt bestenfalls f&#252;r Schw&#228;mme</em>“. Schw&#228;mme - damit war f&#252;r Brigitte Fuzellier eine Gesch&#228;ftsidee f&#252;r die paraguayischen Landarbeiter geboren. Mit ihrer Non Governmental Organisation (NGO) OIPIC entwickelte sie das Produkt „Loofah-Art“ und begeisterte die ersten hundert Campesinos zu dessen Anbau. Nachdem ein Investor seine anf&#228;ngliche Bereitschaft zur&#252;ckgezogen hatte, musste sie wegen der einhundert Kleinbauern schnell handeln. Frau Fuzellier nahm einen privaten Kredit auf und wandte sich an die amerikanische NRO „<em>Nature Conservancy</em>“, die ihr einen Kredit von 50.000 US-Dollar gab. Eine Bedingung allerdings war an die Kreditvergabe gekn&#252;pft: sie musste eine Aktiengesellschaft gr&#252;nden, Loofah S.A. war geboren. Bereits nach vierzehn Monaten war sie in der Lage, den gesamten Kredit zur&#252;ckzuzahlen. <br />
 <br />
<strong>Die Interamerikanische Entwicklungsbank zeigt Interesse</strong> <br />
 <br />
Auf diese Erfolgsgeschichte wurde die Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) aufmerksam und bot ihr die Finanzierung eines landesweiten Projektes an. Frau Fuzellier hatte zu diesem Zeitpunkt kaum Zeit, ein derartig gro&#223;es Projekt zu entwickeln, da sie ihre aktuelle Initiative nicht gef&#228;hrden wollte. Daraufhin schickte ihr die IDB zwei Experten, die sich dieser Aufgabe widmeten. Das Ergebnis: ein nationales Entwicklungsprojekt mit einem Investitionsvolumen von 710.000 US-Dollar. Dessen Finanzierung stellte sich wie folgt dar: f&#252;r den Ankauf der Loofah gab es von der IDB eine zweckgebundene Kreditlinie von 250.000 US-Dollar, hinzu kamen nicht r&#252;ckzahlbare F&#246;rdermittel, auch aus deutschen Entwicklungshilfegeldern, in H&#246;he von 210.000 US-Dollar. Diese F&#246;rdermittel dienten ausschlie&#223;lich der Produktentwicklung und Zertifizierung, dem Schulungsprogramm von 11.000 Kleinbauern und Indigenen, und vor allem der Absatzfinanzierung. Die verbleibende Summe in H&#246;he von 250.000 US-Dollar musste Frau Fuzellier &#252;ber Fremdfinanzierung aufbringen und zweckgebunden f&#252;r den Produktions- und Strukturaufbau verwenden. <br />
 <br />
<strong>Die IDB und das Kleingedruckte </strong><br />
 <br />
Mitarbeiter der IDB verhandelten mit den Vertriebsunternehmen, woraufhin die IDB das Unternehmen Loofah S.A. verpflichtete, einen dreij&#228;hrigen Exklusivvertrag mit der franz&#246;sischen Firma „Mastrad“ in Paris zu schlie&#223;en. Dieser Kontrakt gilt f&#252;r Gesamt-Europa und beinhaltet ein Auftragsvolumen von 1.000.000 US-Dollar. Das Schriftwerk liegt der Aktuellen Rundschau vor. Allerdings kam die Firma „Mastrad“ ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, und die Warenabnahme beschr&#228;nkte sich lediglich auf einen Auftragswert von 70.000 US-Dollar. <br />
 <br />
Zu einem weiteren dreij&#228;hrigen Exklusiv-Vertrag - nunmehr f&#252;r den gesamten amerikanischen Raum - wurde Loofah S.A. gegen&#252;ber dem Unternehmen „Janitta International“ mit einem j&#228;hrlichen Auftragsvolumen von 500.000 US-Dollar verpflichtet. Nach kleineren Auftr&#228;gen kam es zu einem Gro&#223;auftrag von 100.000 US-Dollar, es blieb ein Rechnungsbetrag von 50.000 US-Dollar bis heute offen. Weitere Bestellung von 300.000 Loofah-Produkten warten immer noch auf deren Abnahme. Statt sich an die vertraglichen Vereinbarungen zu halten, ging die Firma „Janitta International“ mit der Firma „Sitlax“ ein Joint Venture ein. Beide Unternehmen verschmolzen und firmieren nunmehr unter der Firmenbezeichnung   „Sitlax“. Sitlax gr&#252;ndete das amerikanische Unternehmen „Loofah-Art“ mit dem Label von Loofah S.A. Unter diesem Label vertreibt das Unternehmen von der amerikanischen Ostk&#252;ste aus derzeit erfolgreich Loofah-Produkte: zwar mit der Erfolgsstory von Loofah S.A. aus Paraguay – allerdings mit qualitativ minderwertigen asiatischen Produkten. F&#252;r einen Rechtsstreit auf nordamerikanischem Boden fehlen Frau Fuzellier derzeit die Mittel. <br />
 <br />
<strong>Die IDB zahlt deutsche Entwicklungshilfegelder f&#252;r die Absatzfinanzierung nicht aus</strong> <br />
 <br />
Der IDB wurden diese unhaltbaren Umst&#228;nde vorgetragen, diese sah jedoch keinen Handlungsbedarf. Somit waren der Firma Loofah S.A. in Paraguay wegen der Exklusivit&#228;t der Vertr&#228;ge die H&#228;nde gebunden, es gab keine M&#246;glichkeit, andere Vertriebskan&#228;le zu &#246;ffnen. Die Situation spitzte sich zu, 1 Million Loofah-Schw&#228;mme lagen auf Lager, mehr als 500.000 Schw&#228;mme befanden sich bei den Campesinos und Indigenen. Sie brauchte dringend einen Absatzmarkt. Als sich Frau Fuzellier entschloss, die Vertr&#228;ge mit beiden Unternehmen zu k&#252;ndigen, stellte die IDB die Zahlungen der nicht r&#252;ckzahlbaren F&#246;rdermittel an Loofah S.A. f&#252;r die Absatzfinanzierung ein. Eine b&#252;rokratische Hinhaltetaktik begann. Frau Fuzellier legte ihre letzten finanziellen Reserven in das Unternehmen ein und nahm an kleineren Messen teil. Mit Erfolg, der Umsatz von Loofah S.A. stieg von 100.000 USD auf 350.000 USD an. F&#252;r weitere Messen fehlte ihr das Geld. Immer noch keine Zahlungseing&#228;nge von der IDB. In der Folge kam die „Loofah S.A.“ mit ihrer Absatzfinanzierung in Schwierigkeiten und konnte an keiner der gro&#223;en internationalen Messen teilnehmen.  <br />
 <br />
Die amerikanische Handelskammer schaltete sich ein und bot Frau Fuzellier eine Messe-Vorfinanzierung in Amerika an, unter der Voraussetzung, dass die IDB die Kosten der Kammer erstattet. Die IDB geriet unter Druck und stimmte einer Kostenerstattung zu, aber nur wenn Frau Fuzellier auf dieser Messe verkauft. Sie hat verkauft und hat zwei neue Kunden hinzu bekommen. Die vereinbarte Kostenerstattung leistete die IDB nicht, Frau Fuzellier blieb der amerikanischen Handelskammer die R&#252;ckzahlung schuldig. <br />
 <br />
<strong>Hat die Interamerikanische Entwicklungsbank ein Korruptions-Problem?</strong> <br />
 <br />
Zwischenzeitlich liefen die ersten Zinszahlungen an die IDB auf. Frau Fuzellier handelte einen neuen Zahlungsplan aus, der im Nachhinein einseitig von der IDB verworfen wurde. Der f&#252;r das Projekt zust&#228;ndige Mitarbeiter, Herr Gustavo S., bat Frau Fuzellier um ein Vier-Augen-Gespr&#228;ch. Bei diesem Gespr&#228;ch offerierte er ihr, „<em>er m&#252;sse nur ein paar Telefonate f&#252;hren, um ihr Problem zu l&#246;sen, so was koste nat&#252;rlich Zeit und Geld</em>“. Brigitte Fuzellier wollte diese zweideutige Aussage nicht verstehen und beendete das Gespr&#228;ch. Seitdem sind die Fronten zwischen der IDB und der Firma Loofah S.A. sehr verh&#228;rtet.  <br />
 <br />
<strong>Die IDB fordert eine Buchpr&#252;fung und einen umfassenden Gesch&#228;ftsbericht </strong><br />
 <br />
Eine von der IDB empfohlene Buchpr&#252;fungsgesellschaft wurde beauftragt, und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Dem Unternehmen Loofah S.A. wurde eine positive Bilanz bescheinigt. Bem&#228;ngelt wurde unter anderem eine fehlende Vollversion des Buchf&#252;hrungsprogramms, die internen Kontrollen m&#252;ssten angepasst werden, fehlende Unterschriften auf Listen und weitere Kleinigkeiten ohne gr&#246;&#223;ere Bedeutung. Dem zust&#228;ndigen Finanzleiter der IDB, Herrn Gustavo S., missfiel dieses Ergebnis. Er erstellte einen eigenen, nicht fundierten Bericht mit dem Ergebnis, das Projekt zu annullieren. Frau Fuzellier konfrontierte die Buchpr&#252;fungsgesellschaft mit dem Bericht von Herrn Gustavo S., Fassungslosigkeit machte sich breit. Die Buchpr&#252;fungsgesellschaft wollte einen Gegenbericht erstellen. Loofah S.A. schaltete einen Anwalt ein und vereinbarte mit der IDB einen Termin.  <br />
 <br />
Wir berichten und recherchieren weiter, zum Redaktionsschluss lagen uns noch nicht alle neuen Fakten vor. Wir warten noch auf die Gegendarstellung der Buchpr&#252;fungsgesellschaft, und die Verhandlungsergebnisse.  <br />
 
</p>
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		<title>Schwierigkeiten mit Dieseltreibstoff</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 18:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Zwischen 7% und 10% der in Paraguay fahrenden Diesel-Fahrzeuge haben einen Motor mit elektronischer Einspritzung. Die Motoren vertragen den in Paraguay verkauften Dieseltreibstoff nicht.
Nach einer Unterredung mit dem Minister f&#252;r Industrie und Handel erkl&#228;rte der Vorsitzende der Kammer f&#252;r Kraftfahrzeuge und Maschinen (Cadam), Jorge Rieder, dass die Dieselmotoren mit elektronischer Einspritzung das  in Paraguay verkaufte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen 7% und 10% der in Paraguay fahrenden Diesel-Fahrzeuge haben einen Motor mit elektronischer Einspritzung. Die Motoren vertragen den in Paraguay verkauften Dieseltreibstoff nicht.<a id="more-243"></a></p>
<p>Nach einer Unterredung mit dem Minister f&#252;r Industrie und Handel erkl&#228;rte der Vorsitzende der Kammer f&#252;r Kraftfahrzeuge und Maschinen (Cadam), Jorge Rieder, dass die Dieselmotoren mit elektronischer Einspritzung das  in Paraguay verkaufte Diesel&#246;l nicht vertragen. Man habe Probleme mit den Kunden, weil die Motoren ausfallen. „Die kommen und reklamieren. Wir geben die Reklamation an die Fabriken weiter. Die Fabriken, nachdem sie feststellen, dass es sich um ein Qualit&#228;tsproblem des Dieseltreibstoffes handelt, weisen die Garantieforderung zur&#252;ck, und der Kunde steht vollkommen ohne Unterst&#252;tzung da.“</p>
<p>Als Ursache der Schwierigkeiten wird der relativ hohe Schwefelgehalt des Diesel&#246;ls angegeben. Nach den Worten Rieders sind die Kunden im Begriff, eine Vereinigung der Gesch&#228;digten zu gr&#252;nden, um m&#246;glicherweise gerichtlich gegen die Importfirmen oder den paraguayischen Staat vorzugehen. Letzteres erkl&#228;rt sich daraus, dass die staatseigene Raffinerie PETROPAR als einzige Organisation das Diesel&#246;l importiert, welches dann mit subventionierten Preisen an den Verbraucher abgegeben wird.</p>
<p>Minister Ibarra vom Ministerium f&#252;r Industrie und Handel betont, dass es bereits ein Dekret gebe, wonach ab Januar 2008 der Dieseltreibstoff h&#246;chsten 2000 ppm (Teile pro Million) Schwefel enthalten darf. Das werde man dann stufenweise reduzieren. F&#252;r die Kraftfahrzeuge mit elektronischer Einspritzung k&#252;ndigte der Minister an, dass man zu einem noch nicht bestimmten Zeitpunkt einen Dieseltreibstoff mit h&#246;chstens 500 ppm Schwefel zu einem h&#246;heren Preis anbieten werde.</p>
<p>In der Staatsraffinerie PETROPAR ist zu h&#246;ren, dass die augenblicklich geltende Regelung einen Schwefelgehalt bis zu 4000 ppm erlaubt. Bei der Ausgabe nehme man Qualit&#228;tskontrollen vor, heiβt es, so dass nicht die Raffinerie sondern die Verteilerfirmen f&#252;r die Qualit&#228;t des Produktes verantwortlich seien, das an den Endverbraucher abgegeben wird. Im &#220;brigen wird anerkannt, dass es ungef&#228;hr 50.000 Fahrzeuge im Land gibt, die einen qualitativ h&#246;heren Dieseltreibstoff ben&#246;tigen, den, so heiβt es, ja die Firmen des Privatsektors importieren k&#246;nnten.
</p>
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		<item>
		<title>Mehrwertsteuermissbrauch - Neue Kontrollsysteme bei der Finanzverwaltung</title>
		<link>http://www.dfp.deutsche-fachpresse.com/2007/12/19/mehrwertsteuermissbrauch-neue-kontrollsysteme-bei-der-finanzverwaltung/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 18:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Eine der Maβnahmen des Finanzministeriums ist das im Juli dieses Jahres eingef&#252;hrte System namens „Hechauka“. Es besteht in einem Informatiksystem, zu dem die notwendige Software vom Finanzministerium ausgegeben wird.
Das schneidige Unterstaatssekretariat f&#252;r Steuereintreibung versuchte im Juli, das System r&#252;ckwirkend ab Jahresbeginn einzuf&#252;hren. Da eine r&#252;ckwirkende Inkraftsetzung staatlicher Maβnahmen verfassungswidrig w&#228;re, zwangen die  Proteste der betroffenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der Maβnahmen des Finanzministeriums ist das im Juli dieses Jahres eingef&#252;hrte System namens „Hechauka“. Es besteht in einem Informatiksystem, zu dem die notwendige Software vom Finanzministerium ausgegeben wird.<a id="more-246"></a></p>
<p>Das schneidige Unterstaatssekretariat f&#252;r Steuereintreibung versuchte im Juli, das System r&#252;ckwirkend ab Jahresbeginn einzuf&#252;hren. Da eine r&#252;ckwirkende Inkraftsetzung staatlicher Maβnahmen verfassungswidrig w&#228;re, zwangen die  Proteste der betroffenen Unternehmen den Fiskus zu einem R&#252;ckzieher, so dass der Beginn schlieβlich auf Oktober dieses Jahres gelegt wurde. Das System verpflichtet bestimmte Groβunternehmen, bestimmte Daten &#252;ber Lieferanten und Kunden unverz&#252;glich an das Finanzministerium zu melden. Betroffen sind Unternehmen, die Mehrwertsteuer einbehalten und an das Finanzministerium abf&#252;hren, dann alle Exporteure, die Importeure, die mit den Sonderregelungen der Tourismusimporte arbeiten sowie die Kreditkarten-Unternehmen, zu denen auch die Banken gerechnet werden.</p>
<p>Vertreter der Gesch&#228;ftsbanken hatten sofort beim Finanzministerium protestiert, da nach ihrer Ansicht das Bankgeheimnis durch die neuen Bestimmungen verletzt werde, was nur mit einem gerichtlichen Beschluss zul&#228;ssig sei. Verhandlungen sind im Gange, doch nach jetzigem Stand m&#252;ssen die Banken Angaben &#252;ber vergebene Kredite und gezahlte Raten und Zinsen dem Fiskus mitteilen.</p>
<p>&#8211;  Externe Wirtschaftspr&#252;fung  &#8211;</p>
<p>Eine weitere Neuigkeit, mit der der Fiskus in diesem Jahr aufwartet, ist die Verpflichtung von Groβunternehmen, sich jedes Jahr einer externen Wirtschaftspr&#252;fung zu unterziehen. Betroffen sind die Unternehmen, die pro Jahr mehr als 6 Mrd. Guaraníes (1.250.000 US$) Umsatz erzielen.</p>
<p>Das Finanzministerium hat die Erstellung eines Registers der zugelassenen Wirtschaftspr&#252;fungsfirmen angek&#252;ndigt, aus dem der Steuerzahler sich eine Firma aussuchen kann. Die Kosten einer derartigen externen Untersuchung werden auf j&#228;hrlich 10.000 US$ gesch&#228;tzt. Die Pr&#252;fer h&#228;tten nach jetziger Lage die Verpflichtung, das Finanzministerium &#252;ber das Ergebnis der Pr&#252;fung zu informieren.<br />
Die Maβnahme soll ab Januar 2008 in Kraft gesetzt werden, so dass die Pr&#252;fungen erstmalig das Jahresergebnis 2008 betreffen w&#252;rden. &#220;ber die vom Unterstaatssekretariat f&#252;r Steuereintreibung ausgearbeiteten Durchf&#252;hrungsbestimmungen ist derzeit ein Streit zwischen Arbeitgeberverb&#228;nden, Steuerpr&#252;fer-Vereinigungen und dem Fiskus entbrannt.
</p>
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		<title>Die H&#228;lfte der paraguayischen Bev&#246;lkerung geh&#246;rt zu einer Partei</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 18:52:59 +0000</pubDate>
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	<category>Paraguay - Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Eine merkw&#252;rdige Tatsache in der paraguayischen Innenpolitik ist, dass bei einer Gesamtbev&#246;lkerung von ungef&#228;hr 6 Millionen Menschen, insgesamt 3 Millionen als Mitglieder bei verschiedenen politischen Parteien eingeschrieben sind.
Insgesamt sind es 3.065.984 Personen, die bei verschiedenen politischen Parteien und Bewegungen als Mitglieder eingeschrieben sind und das Wahlrecht besitzen. Sie werden alle an der allgemeinen Wahl vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine merkw&#252;rdige Tatsache in der paraguayischen Innenpolitik ist, dass bei einer Gesamtbev&#246;lkerung von ungef&#228;hr 6 Millionen Menschen, insgesamt 3 Millionen als Mitglieder bei verschiedenen politischen Parteien eingeschrieben sind.<br />
Insgesamt sind es 3.065.984 Personen, die bei verschiedenen politischen Parteien und Bewegungen als Mitglieder eingeschrieben sind und das Wahlrecht besitzen. Sie werden alle an der allgemeinen Wahl vom 20. April 2007 teilnehmen. Die Zahlen k&#246;nnen sich bis zum Wahlgang noch ver&#228;ndern.<a id="more-248"></a></p>
<p>In Paraguay zahlen die Parteimitglieder keine Beitr&#228;ge, sondern sie versuchen eher, aus der Mitgliedschaft wirtschaftliche und andere Vorteile zu erhalten. F&#252;r die Parteien wiederum ist die Mitgliedschaft eine gewisse Garantie, dass die Mitglieder und ebenso ihre Angeh&#246;rigen „ihre“ Partei w&#228;hlen werden.</p>
<p>Ein Sonderfall ist die seit 60 Jahren regierende Colorado-Partei, deren Mitglieder sich haupts&#228;chlich aus Mitarbeitern des &#246;ffentlichen Dienstes zusammensetzen. Bei jeder Veranstaltung wird ihnen nahe gelegt, dass sie nicht ihren eigenen Essenstopf durch Fuβtritte umst&#252;rzen d&#252;rften, sie seien also verpflichtet, ihre Partei zu w&#228;hlen. Und im Allgemeinen scheint das auch immer gut zu funktionieren. Nach unbest&#228;tigten Meldungen werden neue Beh&#246;rdenmitarbeiter sofort aufgefordert, der Regierungspartei beizutreten.<br />
Es ist nach 60 Jahren als Regierungspartei deshalb erkl&#228;rlich, dass die Colorado-Partei nach den offiziellen W&#228;hlerlisten der Wahlgerichtsbarkeit als die mitgliederst&#228;rkste Partei aufgef&#252;hrt wird. Sie hat 1,659 Mio. Mitglieder. Ihr folgt die ebenfalls seit mehr als 100 Jahren im politischen Leben des Landes vorhandene „authentische“ liberale Partei mit 805.000 Mitgliedern. Abgespalten hat sich eine Partei, die sich als liberale Partei bezeichnet und 6.500 Mitglieder hat.</p>
<p>Nach der liberalen Partei folgt an dritter Stelle die (oviedistische) „Nationalunion der ethischen B&#252;rger“ (UNACE) mit 310.000 eingeschriebenen Mitgliedern. An vierter Stelle steht die Partei der nationalen Begegnung (PEN) mit 135.000 Mitgliedern. An f&#252;nfter Stelle folgt die (sozialistisch orientierte) Partei des „Solidarischen Landes“ (PPS) mit 28.000 Mitgliedern.</p>
<p>Es folgen weitere Parteien und Bewegungen, bis zur Nummer 26, einige davon nur mit wenigen hundert Mitgliedern. Die Partei, bei der sich der ehemalige Bischof und jetzige Pr&#228;sidentschaftskandidat Fernando Lugo schlieβlich einschrieb, ist die christlich-demokratische Partei, die genau 1.815 eingeschriebene Mitglieder hat.<br />
Daneben gibt es weithin unbekannte Parteien, wie die „Bewegung Rentner an die Macht“ mit immerhin 8.000 Mitgliedern, die „sozialdemokratische Partei“ mit 7.877 Mitgliedern, die „humanistische Partei“ mit 5.200 Mitgliedern und auch die „Bewegng der paranaischen Solidarit&#228;t“ mit 668 Mitgliedern.</p>
<p>Aufsehen erregend ist bei dieser Statistik die geringe Mitgliederzahl einer Partei,die gemeinhin als bedeutend und als der Versuch eines dritten Weges angesehen wird. Die Partei des „Geliebten Vaterlands“ (PPQ) wird von dem Unternehmer des Finanzbereichs Pedro Fadul gef&#252;hrt. Sie hat nur 9.206 eingeschriebene Mitglieder. Noch bei der letzten Wahl war sie tats&#228;chlich die dritte Kraft. Sie ist mit Senatoren und Abgeordneten im Parlament vertreten. Ob die niedrige Mitgliederzahl einen Niedergang dieser Partei anzeigt oder ob sie ihre Bedeutung im Wahlgang behaupten kann, wird sich erst am 20. April 2008 zeigen. Ihrem Leiter, Pedro Fadul, wird nachgesagt, dass er seine Partei in autorit&#228;rem Stil f&#252;hrt. Widerspr&#252;che und abweichende Meinungen sollen bei ihm nicht sehr gesch&#228;tzt sein. Fadul war bis vor einigen Jahren Besitzer und Leiter eines Finanzierungsinstitutes. Von seinen Gegnern wird er gern als „Wucherer“ beschimpft. Mutmaβlich gibt es bei Fadul eine starke Bindung an die katholische Kirche. Es heiβt, dass er der Sch&#246;nstatt-Bewegung nahe stehe.</p>
<p>Die Angaben entstammen dem W&#228;hler-Gesamtverzeichnis der paraguayischen Wahljustiz. S&#228;mtliche zugelassene Parteien und Bewegungen m&#252;ssen laut Gesetz in internen Vorwahlen zwei Kandidaten w&#228;hlen, die bei der allgemeinen Wahl f&#252;r die &#196;mter des Staatspr&#228;sidenten und seines Vizepr&#228;sidenten antreten. Ebenso werden die Kandidaten f&#252;r Gouverneurs&#228;mter und die Listen der Abgeordneten und Senatoren gew&#228;hlt. Kleinere Parteien verzichten meistens auf einige Kandidaturen.</p>
<p>Die internen Vorwahlen beginnen am 9. Dezember innerhalb der Parteien der „authentischen Liberalen“ und der christlich-demokratischen Partei. Am 16. Dezember folgen die Partei der nationalen Begegnung und die regierende Colorado-Partei. Am 23. Dezember ist das (sozialistische) „Solidarische Land“ an der Reihe. Alle kleineren Parteien und Bewegungen haben ihre interne Vorwahl am 06. Januar 2008. Schlieβlich folgt am 13. Januar die UNACE.</p>
<p>Es wird erwartet, dass besonders bei den Vorwahlen der Colorado-Partei und bei der „authentishen“ liberalen Partei die Aufmerkamkeit der gesamten Bev&#246;lkerung auf die landesweit verteilten Wahllokale gerichtet sein wird.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Streit um Kandidaturen innerhalb der UNACE</title>
		<link>http://www.dfp.deutsche-fachpresse.com/2007/12/17/streit-um-kandidaturen-innerhalb-der-unace/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 18:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Innerhalb der von General Lino César Oviedo gef&#252;hrten Partei der „ethischen B&#252;rger“ (UNACE) ist es zu internen Streitigkeiten gekommen, nachdem eine Tochter und ein Sohn des Generals auf gute Listenpl&#228;tze gesetzt wurden.
Fabiola Oviedo soll demnach als Kandidatin f&#252;r den Wahlbezirk der Hauptstadt f&#252;r die Abgeordnetenkammer erscheinen, w&#228;hrend Ariel Oviedo ebenfalls Abgeordneter, allerdings f&#252;r das Zentraldepartement [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Innerhalb der von General Lino César Oviedo gef&#252;hrten Partei der „ethischen B&#252;rger“ (UNACE) ist es zu internen Streitigkeiten gekommen, nachdem eine Tochter und ein Sohn des Generals auf gute Listenpl&#228;tze gesetzt wurden.<a id="more-249"></a></p>
<p>Fabiola Oviedo soll demnach als Kandidatin f&#252;r den Wahlbezirk der Hauptstadt f&#252;r die Abgeordnetenkammer erscheinen, w&#228;hrend Ariel Oviedo ebenfalls Abgeordneter, allerdings f&#252;r das Zentraldepartement zu werden hofft.</p>
<p>Innerhalb der Partei gibt es konkurrierende Listen, die die Listenpl&#228;tze der Oviedo-Kinder mit Verbl&#252;ffung und teilweise mit Ver&#228;rgerung aufgenommen haben. Oviedo selbst ist der Meinung, dass seine Kinder, die ihn schon seit 1996 bei verschiedenen Wahlkampagnen und sp&#228;ter im Exil begleiteten, durch diese Erfahrungen geeignet seien, in der Abgeordnetenkammer fúr ihr Land t&#228;tig zu werden.</p>
<p>Aus dem Ostteil des Landes kam Mitte November eine Delegation nach Asunción, um von Oviedo „als Vater der Partei“ zu verlangen, dass er keine der konkurrierenden Listen bevorzugen m&#246;ge. Milciades Areco, der f&#252;r die Partei als Kandidat des Gouverneursamtes des Departements Alto Paraná antreten m&#246;chte, erz&#228;hlt: „Wir sind gekommen, um darum zu bitten, dass die (Vor-)wahl auf demokratische Weise durchgef&#252;hrt werde, und dass er als Vater der UNACE ausgeglichen und nicht parteiisch handle, indem er eine Liste unterst&#252;tzt, sondern dass er alle Kandidaten unterst&#252;tze, und dass dann der Beste gewinnen soll.“</p>
<p>Oviedo selbst betont, dass es eine demokratische Wahl sein werde, dass also die Parteimitglieder das Wort h&#228;tten, die w&#252;rden bestimmen, ob seine Kinder geeignet seien oder nicht. &#196;hnlich &#228;uβerte sich der Vorsitzende der Partei UNACE, Senator Enrique González Quintana, der betonte, dass die Kinder als vollj&#228;hrige Parteimitglieder das Recht auf Anmeldung ihrer Kandidatur h&#228;tten.</p>
<p>Eine andere Person, die Oviedo nahe steht und ebenfalls mit einer in der Partei als „Quote“ bezeichneten Verg&#252;nstigung ausgezeichnet wurde, ist Clarisa Marín. Es handelt sich um die Schwester der Ehefrau des Oviedo, Raquel Marín. Raquel selbst, eine J&#252;din, kann nicht antreten, da sie in Argentinien geboren wurde und folglich argentinische Staatsb&#252;rgerin ist. Raquel war eine der treibenden Kr&#228;fte innerhalb der Partei w&#228;hrend des langen Exils des Generals. Sie trug maβgeblich zum Zusammenhalt der Partei w&#228;hrend der schwierigen Jahre nach dem Umsturz des Jahres 1999 bei.</p>
<p>&#8211;   Luthold als Formelbegleiter bestimmt    &#8212;</p>
<p>Innerhalb der UNACE ist der unbestrittene Kandidat f&#252;r das Amt des Staatspr&#228;sidenten der ehemalige Heereskommandeur Lino Oviedo. Sein Formelbegleiter, der im Fall des Wahlsieges das Amt des Vizepr&#228;sidenten antreten w&#252;rde, ist der Unternehmer Nicolás Luthold. Der 68-j&#228;hrige Unternehmer bezeichnet sich als einen jahrzehntelangen Freund des Generals. Er war w&#228;hrend der Regierung des Generals Rodríguez zu Beginn der neunziger Jahre paraguayischer Botschafter in Deutschland. W&#228;hrend der letzten Jahre war Luthold Mitglied eines Unternehmerkreises, deren Mitglieder als Berater Oviedos wirkten.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Paraguays Sorgen um Inflation und schwankende Devisenkurse</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 18:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Das erste Halbjahr 2007 zeichnete sich durch eine restriktive Politik der Zentralbank aus. Im Januar, Februar, M&#228;rz und dann wieder im Juni gab es eine Deflation. Die Verbraucherpreise senkten sich, anstatt zu steigen, wenn auch die meisten Hausfrauen mit dieser Einsch&#228;tzung der Zentralbank nicht einverstanden waren. Im zweiten Halbjahr, unter Einfluss eines harten internen Wahlkampfes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erste Halbjahr 2007 zeichnete sich durch eine restriktive Politik der Zentralbank aus. Im Januar, Februar, M&#228;rz und dann wieder im Juni gab es eine Deflation. Die Verbraucherpreise senkten sich, anstatt zu steigen, wenn auch die meisten Hausfrauen mit dieser Einsch&#228;tzung der Zentralbank nicht einverstanden waren. Im zweiten Halbjahr, unter Einfluss eines harten internen Wahlkampfes der Regierungspartei, scheint die Gefahr zu bestehen, dass die Zentralbank die Kontrolle nur noch unter Schwierigkeiten aufrecht erhalten kann.<a id="more-244"></a></p>
<p>Die Inflation des Monats August wird mit 3,4% angegeben. Im September waren es 0,9%; und im Oktober 3,7%. Die Inflation seit Januar 2007 liegt bei 7,0%. Die Inflation der letzten 12 Monate wird mit 12% angegeben.</p>
<p>Der hohe Sprung im Oktober wird verschiedenen wichtigen Lebensmitteln angelastet, beispielsweise bei Rindfleisch, Milchprodukten, Brot, anderen Mehlspeisen sowie anderen Produkten. Ebenso spielten die Transportkosten, auch die des Personentransportes, eine Rolle. Auch Kosten des Wohnungsbaus und der Mieten gingen in die H&#246;he. Ein gewichtiger Faktor war auch die Erh&#246;hung des staatlich vorgeschriebenen Mindestlohnes um 10%.<br />
In der Planung der Regierung f&#252;r das Jahr 2007 war eine Inflation von 5% vorgesehen, die maximal bis auf 7,5% klettern sollte. Diese Marke wurde per Ende Oktober schon fast erreicht, so dass in der Zentralbank erh&#246;hte Wachsamkeit herrscht.</p>
<p>Grund der Inflation ist nach Ansicht einiger Experten nicht so sehr die Trockenheit und die daraus folgende Verteuerung verschiedener Lebensmittel, auch nicht der hohe Erd&#246;lpreis, sondern vielmehr das gr&#246;βere Volumen des umlaufenden Geldes. Verursacht werde dies durch hohe Kosten des internen Wahlkampfes der Regierungspartei, der in der Praxis das ganze Land erfasst hat. Die Regierung des Pr&#228;sidenten Nicanor Duarte Frutos hat von Januar bis Oktober dieses Jahres insgesamt 510 Mio. US$ von den beiden zweistaatlichen Wasserkraftwerken Itaipú und Yacyretá erhalten (Zum Vergleich: Das Steueraufkommen der Zentralverwaltung wird monatlich mit etwa 110 Mio. US$ angegeben. Das Brutto-Inlandsprodukt des Landes lag 2006 bei 8,5 Mrd. US$).</p>
<p>Von den empfangenen 510 Mio. US$ liefen ungef&#228;hr 350 Mio. US$ &#252;ber den Staatshaushalt. Der Rest – ungef&#228;hr 160 Mio. US$ - werden vom Pr&#228;sidialamt ohne jegliche Kontrolle nach Gutd&#252;nken ausgegeben. Wie es heiβt, wird dieses Geld besonders in dieser Wahlzeit freigiebig und nach politischen Gesichtspunkten unter die W&#228;hler verteilt. Eine Kontrolle dieser Ausgaben ist weder durch das Parlament noch durch den Rechnungshof m&#246;glich.</p>
<p>Zusammen mit den &#220;berweisungen der Auslandsparaguayer – im vergangenen Jahr etwa 650 Mio. US$ - haben diese 510 Mio. US$ der Wasserkraftwerke ihren Einfluss auf die paraguayische Wirtschaft ausge&#252;bt, ohne dass die Zentralbank in der Lage war, diesen Einfluss vollkommen zu neutralisieren. Erst einmal bewirkte dieser Zustrom von Dollars die Senkung der Devisenkurse. Zu sehen war dies haupts&#228;chlich an der Leit- und Reservew&#228;hrung US-Dollar. Der Dollar stand im Januar 2007 noch bei 5.200 Guaranies. Heute steht er bei 4.750 bis 4.800 Guaraníes. W&#228;hrend die Importeure sich dar&#252;ber freuten, protestierte der Bereich der Produktion in Stadt und Land, da die zu exportierenden Produkte, veredelt oder nicht, jetzt nur noch geringe Preise erzielen.</p>
<p>Die Zentralbank sah sich gezwungen, diese f&#252;r das Land auβergew&#246;hnlich hohen Devisenmengen aus dem Markt zu nehmen. Dies geschieht, indem die Zentralbank die Devisen aufkauft, damit ihren Kurs unterst&#252;tzend, um damit die Devisenreserven des Landes aufzuf&#252;llen. Die paraguayischen Devisenreserven lagen zu Jahresbeginn bei 1,65 Mrd. US$. Heute sind es 2,15 Mrd. US$, eine in der Geschichte niemals erreichte H&#246;he.<br />
Doch diese Eink&#228;ufe der einlaufenden Devisen haben ihren Preis. Die Zentralbank muss f&#252;r den Einkauf Guaraníes ausgeben, die das Volumen des umlaufenden Geldes erh&#246;hen, also inflationsf&#246;rdernd wirken. W&#228;hrend die Menge des umlaufenden Geldes im Jahr 2006 um 15% zunahm, wird f&#252;r den Zeitraum von Juli 2006 bis Juli 2007 eine Erh&#246;hung von 27,7% angegeben.</p>
<p>F&#252;r die Deviseneink&#228;ufe hat die Zentralbank nach Meinung einiger Fachleute die Gelddruckmaschine angeworfen. Es werde Geld ausgegeben, das in keiner vern&#252;nftigen Relation zu den im Land produzierten G&#252;tern und Dienstleistungen steht, heiβt es.<br />
Da eine derartige Erh&#246;hung des Volumens des umlaufenden Geldes die Inflation zu stark anheizt, muss die Zentralbank auch dieses gerade erst (f&#252;r Devisenk&#228;ufe) ausgegebene Geld wieder vom Markt nehmen. Sie tut es durch die so genannten „Regulierungswechsel“,. Es handelt sich dabei um (verzinste) Instrumente der Kaufkraftabsch&#246;pfung, die den Gesch&#228;ftsbanken angeboten und von diesen wegen des nicht bestehenden Ausfallrisikos auch gern genommen werden. Die Summe des auf diese Weise von der Zentralbank neutralisierten Geldes wuchs von 3,3 Billionen Guaraníes im Dezember 2006 auf heute 4,5 Billionen Guaraníes. Mehr als eine Billion Guaraníes in einem halben Jahr!</p>
<p>Die nahe Zukunft d&#252;rfte ebenfalls durch das relativ ungeordnete Ausgeben von Sozialhilfen gezeichnet sein, denn nach der internen Vorwahl der Regierungspartei (im Dezember) kommt die allgemeine Wahl am 20. April. Bis dahin ist, nach Meinung verschiedener Beobachter, keine Beruhigung in Sicht, wohingegen nach der allgemeinen Wahl eine Ruhepause eintreten k&#246;nnte.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gesetzesvorlage im Kongress - kein gr&#246;&#223;erer Landkauf mehr f&#252;r Ausl&#228;nder?</title>
		<link>http://www.dfp.deutsche-fachpresse.com/2007/12/16/gesetzesvorlage-im-kongress-kein-groesserer-landkauf-mehr-fuer-auslaender/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 18:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Politik</category>
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		<description><![CDATA[Der Abgeordnete der liberalen Oppositionspartei, Eduardo Vera Bejarano, hat eine Gesetzesvorlage eingebracht, nach der Ausl&#228;nder maximal 5 ha Land in Paraguay kaufen d&#252;rften. Damit m&#246;chte der Abgeordnete die „Souver&#228;nit&#228;t im Landesinnern absichern“.
Nach dem Text der Gesetzesvorlage w&#228;re bereits bestehender Landbesitz nicht von dem Gesetz betroffen, wohingegen bei allen Neuk&#228;ufen durch Ausl&#228;nder die 5-Hektar-Grenze eingehalten werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Abgeordnete der liberalen Oppositionspartei, Eduardo Vera Bejarano, hat eine Gesetzesvorlage eingebracht, nach der Ausl&#228;nder maximal 5 ha Land in Paraguay kaufen d&#252;rften. Damit m&#246;chte der Abgeordnete die „Souver&#228;nit&#228;t im Landesinnern absichern“.<a id="more-238"></a><br />
Nach dem Text der Gesetzesvorlage w&#228;re bereits bestehender Landbesitz nicht von dem Gesetz betroffen, wohingegen bei allen Neuk&#228;ufen durch Ausl&#228;nder die 5-Hektar-Grenze eingehalten werden soll. Nach Ansicht des Abgeordneten w&#228;re das neue Gesetz ein Komplement zum bereits bestehenden Gesetz, welches Ausl&#228;ndern den Landkauf innerhalb eines Grenzstreifens von 50 km  verbietet.</p>
<p>Der Abgeordnete begr&#252;ndet seine Initiative mit den Landk&#228;ufen im Landesinneren durch Soja-Unternehmer, von denen viele Ausl&#228;nder sind. „Es wurde festgestellt, dass die Soja-Enklaven, haupts&#228;chlich mit ausl&#228;ndischem Kapital, zum Schaden der Paraguayer, sogar in nationalen Kolonien expandieren.“
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wir haben das Geld nicht!“</title>
		<link>http://www.dfp.deutsche-fachpresse.com/2007/12/10/wir-haben-das-geld-nicht/</link>
		<comments>http://www.dfp.deutsche-fachpresse.com/2007/12/10/wir-haben-das-geld-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 18:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Finanzminister César Barreto hat das Parlament vor zu groβz&#252;gigen Erweiterungen des Staatshaushalts 2008 gewarnt. „Wir haben das Geld nicht“, sagte er zu bisherigen Erh&#246;hungen, die im Parlament beschlossen wurden.
Der Haushalt 2008 wurde bisher in der Abgeordnetenkammer behandelt, wo die Ausgabenseite um ungef&#228;hr 295 Mio. US$ erh&#246;ht wurde. Finanzminister Barreto betont, dass der von seinem Ministerium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finanzminister César Barreto hat das Parlament vor zu groβz&#252;gigen Erweiterungen des Staatshaushalts 2008 gewarnt. „Wir haben das Geld nicht“, sagte er zu bisherigen Erh&#246;hungen, die im Parlament beschlossen wurden.<a id="more-247"></a></p>
<p>Der Haushalt 2008 wurde bisher in der Abgeordnetenkammer behandelt, wo die Ausgabenseite um ungef&#228;hr 295 Mio. US$ erh&#246;ht wurde. Finanzminister Barreto betont, dass der von seinem Ministerium eingereichte Haushaltsvorschlag ausf&#252;hrbar erscheint und im Einklang mit den zu erwartenden Einnahmen stehe. Sollten die in der Abgeordnetenkammer beschlossenen Erh&#246;hungen Wirklichkeit werden, werde das Finanzministerium bei der Durchf&#252;hrung im kommenden Jahr K&#252;rzungen vornehmen, um ein Haushaltsdefizit zu vermeiden.</p>
<p>Das Finanzministerium hatte einen Haushalt von insgesamt 5,5 Mrd. US$ vorgelegt. Die Abgeordnetenkammer machte 5,8 Mrd. daraus. Nach den Erh&#246;hungen in der Abgeordnetenkammer ging die Planung an den Senat, in dem zurzeit heftig &#252;ber die notwendigen K&#252;rzungen gestritten wird. Einige Senatoren haben erkennen lassen, dass sie f&#252;r die K&#252;rzungen eintreten werden.</p>
<p>Nach der bisherigen Planung gibt es eine Gehaltserh&#246;hung von 10% f&#252;r den Staatspr&#228;sidenten, den Vizepr&#228;sidenten, die Minister, Vizeminister und Abteilungsleiter im &#214;ffentlichen Dienst. 10% bekommen ebenfalls Polizisten und Soldaten sowie s&#228;mtliche Funktion&#228;re des Gesundheitsdienstes. Die Funktion&#228;re des Finanzministeriums erhalten eine Gehaltsaufbesserung von 23%. Weitere Ausgabensteigerungen gibt es beim geplanten Weihnachtsgeld bzw. dem 13. Monatsgehalt f&#252;r staatliche Pension&#228;re, der Neueinstufung einiger Funktion&#228;re der Justizverwaltung, der staatlichen Beihilfe f&#252;r Nichtregierungsorganisationen und der Parteienfinanzierung.</p>
<p>In der Judikative des Landes streikten derweil nicht nur die Funktion&#228;re, die 15% Gehaltserh&#246;hung fordern, sondern auch die Richter, so dass die Arbeit in der Justizverwaltung praktisch zum Erliegen kam. Nicht nur laufende Prozesse, auch Einstweilige Verf&#252;gungen und &#228;hnliche Dringlichkeitsmaβnahmen waren nicht mehr m&#246;glich. Eintragungen im Grundbuchamt, Eintragungen von Vollmachten, Eintragungen von Verk&#228;ufen von Kraftfahrzeugen – nichts lief mehr. Der Streik zielte klar auf die im Parlament laufenden Haushaltsdebatten. So wurde auf effiziente Weise Druck ausge&#252;bt, um weitere Ausgabensteigerungen zu erreichen.
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		<title>Straβenkinder &#252;berfallen Staatsanwalt</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 18:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dfp</dc:creator>
		
	<category>Paraguay - Allgemein</category>
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Der Staatsanwalt, der zusammen mit einer Angeh&#246;rigen des Amtes des paraguayischen Ombudsmannes sowie einem Fahrer in einem Fahrzeug mit Allradantrieb saβ, ordnete sofort die Verfolgung der jugendlichen T&#228;ter an, die auch bald gestellt werden konnten. Das Fahrzeug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der als unsicher bezeichneten Zone des Omnibusbahnhofes der Stadt Asunción haben zwei Straβenkinder versucht, einen Staatsanwalt zu &#252;berfallen.<br />
Der Staatsanwalt, der zusammen mit einer Angeh&#246;rigen des Amtes des paraguayischen Ombudsmannes sowie einem Fahrer in einem Fahrzeug mit Allradantrieb saβ, ordnete sofort die Verfolgung der jugendlichen T&#228;ter an, die auch bald gestellt werden konnten. Das Fahrzeug hatte bei roter Ampel halten m&#252;ssen, woraufhin die beiden Jungen, 13 und 14 Jahre alt, den Fahrer mit einer Pistole bedrohten, von der sich sp&#228;ter herausstellte, dass es eine  Spielzeugpistole aus Plastik war. Ein zuf&#228;llig anwesender Polizist verjagte die T&#228;ter und nahm, zusammen mit anderen Beamten, die Verfolgung auf. <a id="more-239"></a>Dabei fielen Sch&#252;sse – man wusste ja noch nicht, dass es eine Spielzeugpistole war – bis die beiden Jugendlichen schlieβlich gefasst wurden.</p>
<p>Die Jugendlichen wurden der Staatsanwaltschaft &#252;bergeben, mussten jedoch, da noch nicht strafm&#252;ndig, nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuβ gesetzt werden.
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