Der brasilianische Atlantikhafen Paranaguá war in vergangenen Jahren das Tor für den Export der paraguayischen Soja-Produktion. Die Ernte wurde per Lkw bis nach Paranaguá transportiert, um dort in Frachtschiffe umgeladen zu werden. Diese früher umfangreichen Transporte sind heute praktisch auf Null zurückgefahren worden.
Noch im Jahr 2003 gingen 96 Mio. t paraguayischer Sojabohnen auf diesem Weg in den Export. Doch immer gab es Schwierigkeiten. Die paraguayischen Lkw hatten Schwierigkeiten mit der Erlaubnis, auf brasilianischem Territorium zu fahren. Die Wartezeiten an den brasilianischen Zollposten zogen sich in die Länge. Manchmal waren es mehrere Tage, die die Lkw vor der Zollkontrolle verbrachten, bis sie endlich an der Reihe waren. Unzählige Proteste und Eingaben wurden an brasilianische Stellen gerichtet – es half nichts. Dann kam es zu Unklarheiten in dem von der paraguayischen Schifffahrts- und Hafenverwaltung verwalteten Freihafengelände in Paranaguá. Auch hier gab es hohe Kosten. Schlieβlich erschien es finanziell nicht mehr tragbar, so dass heute der Transport per Lkw bis Encarnación und die Weiterverladung durch Leichter bis in die uruguayischen und argentinischen Häfen des La Plata bevorzugt wird.
Im bisherigen Verlauf des Jahres 2007 wurden 17 Mio. t Soja und 31 Mio. t Mais über Paranaguá exportiert. Der Rest lief zumeist über Encarnación. Aber auch andere Flusshäfen am Paraná oder Río Paraguay profitieren von dieser Umleitung der umfangreichen paraguayischen Exporte von Soja und anderen unveredelten Feldfrüchten.