Eindeichungsprojekt wieder bei Null – ist die Aufschüttung die Lösung?
- Artikel vom 22.10.07 -

Paraguay - Allgemein

Die Administration von Evangelista de Gallegos hat einen (vorläufigen) vollkommenen Abschluss der „Megaplanung des Asuncioner Eindeichungsprojektes“ veranlasst, um zu bestimmen: „Wofür wurde das Geld verbraucht? Wohin sind die Mittel gelaufen? Und was ist bei der Arbeit unter Enrique Riera geschehen?“

Dies erklärte vorab der Generaldirektor der städtischen Bauarbeiten, Architekt Julio Duarte, am 5. Juni, als er die Planungen, unter Leitung der Kontrollallianz der Eindeichung „Aufschüttung versus Polder“ vorstellte. Dies geschah in den Räumlichkeiten des Vorstandes des Asuncioner Stadtrates.

Die Aufschüttung ist die beste Lösung bei der Eindeichung, denn sie berücksichtigt soziale, städtebauliche und Umweltaspekte, behauptete Ingenieur César López Bosio, ein geotechnischer Berater, der die Vorstellung der wichtigsten Punkte bezüglich der Auswahl der besten Methode der Bautechnik zur Aufgabe hatte. Diese Behauptung wurde im Verlauf der genannten Vorstellung in den Vorstandsräumlichkeiten des Stadtrates aufgestellt. Die Aufschüttung besteht in der Gewinnung von Materialien, hauptsächlich Sand, aus dem Flussbett, um das Niveau der Erdoberfläche zu erhöhen. López Bosio sagte, dass es sich um eine Lösung mit der Zielsetzung der Integration handele, denn die niedrig liegenden Überschwemmungsgebiete würden der Stadt angegliedert, und ebenso die Stadt an den Fluss.

Es ist vorteilhaft, weil die Lebensbedingungen der Bevölkerung, was die Menschen und die Umgebung anbetrifft, auf sichtbare Weise verbessert werden. Außerdem, indem man das Niveau des Geländes höher als den höchsten Wasserstand der Überschwemmungen ansetzt, verschwinden alle Risiken, die sich beim Leben in abgeschlossenen Räumen unterhalb des Wasserstandes des Flusses ergeben. Der Fachmann sprach auch über die Vorteile der anderen Alternative, des Polder-Systems. Es handelt sich um ein Wort aus Holland, mit dem Erdoberflächen bezeichnet werden, die dem Meer abgewonnen wurden. In diesem Fall verblieben die Bewohner in ihren Wohnstätten, der Bau würde wegen geringerer Erdbewegungen sehr viel schneller vor sich gehen, die Lebensbedingungen bezüglich der dort wohnenden Gemeinschaft würden beibehalten.

Aber, erklärte López Zayas, der Nachteile sind viele. Ein eventueller Deichbruch hätte katastrophale Folgen, da die Bewohner der Zone umkommen würden. Ein anderer Nachteil wäre, dass der Bewohner den Blick auf den Fluss verlieren würde, weil er unterhalb des Schutzdeiches wohnt. Damit würde ein abgeschlossenes Viertel entstehen, das über ein effizientes Pumpsystem für Regen- und Schwarzwasser verfügen müsste, und das wäre - sozial gesehen – eine Lösung, die nicht integriert, sondern die die Leute verbannt.