Nach 40-jährigem Bestehen kann die paraguayische Tiergesundheitsbehörde SENACSA auf erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Heute ist sie in ihrer Organisationsform ein Beispiel für die Nachbarländer.
Die Arbeit der SENACSA besteht heute hauptsächlich darin, im ganzen Land die Rinder gegen die gefürchtete Maul- und Klauenseuche (MKS) impfen zu lassen. Das geht nur in Zusammenarbeit mit Bauern und Rinderzüchtern, denn diese tragen die Kosten und einen groβen Teil der Impfarbeit. Die Beamten organisieren und kontrollieren. Aber die Interessenlage ist identisch, alle wollen Ausbrüche der MKS verhindern. Zu 100% wird man wohl niemals den paraguayischen Rinderbestand kontrollieren können, denn es wird immer irgendwo einen Kleinbauern geben, der seine zwei Kühe nicht impft und sich den Kontrollen entzieht. Aber zu 99,9% scheint die SENACSA es geschafft zu haben, denn seit drei Jahren ist Paraguay ein MKS-freies Gebiet mit Impfzwang. Dieser Status, um den die Nachbarländer das kleine Land in der Mitte des Kontinents glühend beneiden, war die Voraussetzung des jetzigen Booms der Rindfleischexporte.
In seiner Festrede sprach der Finanzdirektor der SENACSA, Luis Royg, diese Rivalität zu den Nachbarländern an, „die viele Male auf uns herumgetrampelt haben, indem sie uns anklagten, dass das Problem (der MKS-Fälle in Nachbarländern) seinen Ursprung bei uns hätte.“
Doch heute kann, nach 40 Jahren des Bestehens, die SENACSA befriedigt auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Privatsektor zurückblicken. Dazu sagt Royg: „Brasilien hat beantragt, unser Impfsystem wegen der ausgezeichneten Ergebnisse zu kopieren.