Archiv für März, 2007

Versuchter Bankraub wird in brasilianischer Botschaft untersucht
- Artikel vom 25.03.07 -

Paraguay - Allgemein

Nachdem eine Beraubung der Asuncioner ABN-Amro-Bank durch rechtzeitige Entdeckung des bis zum Tresorraum gegrabenen Tunnels verhindert werden konnte, erfolgte eine Untersuchung in der brasilianischen Botschaft in Asunción, um eventuelle Verbindungen zu einem ähnlichen Raub in Brasilien aufzuklären. /Artikel lesen

Der Letzte macht das Licht aus
- Artikel vom 25.03.07 -

Paraguay - International

Wie viele Paraguayer jedes Jahr das Land verlassen, um in anderen Ländern eine Arbeit zu suchen, weiß niemand. Zwar werden die Ausreisenden registriert, doch niemand weiß, ob es Arbeitssuchende sind, die nicht wiederkommen, oder ob es Touristen oder Handelsreisende sind, die in Tagen oder Wochen ins Land zurückkehren. /Artikel lesen

Die musikalische Energie eines schwierigen Landes: Juanes, Shakira und der Schmelztiegel-Rock von Kolumbien
- Artikel vom 24.03.07 -

Lateinamerika

BOGOTA (nwlpress) - Der 33-jährige Kolumbianer Juanes schickt mit «La camisa negra» eine Pop-Cumbia um die Welt. In seinem Heimatland werden heute Gewehre zu Gitarren umgeschmiedet – und dies wörtlich. /Artikel lesen

Argentinien exportiert kein Fleisch mehr
- Artikel vom 24.03.07 -

Argentinien

Weil die Preise seit Jahresbeginn explodiert sind, können sich die Menschen in Argentinien kein Fleisch mehr leisten. Die Regierung hat jetzt reagiert und kurzerhand den Export für 180 Tage eingestellt. /Artikel lesen

Argentiniens neue Strategien gegenüber Geldgebern
- Artikel vom 21.03.07 -

Argentinien

So verblüffte Regierungschef Kirchner im vergangenen Jahr mit einem Coup bei den Verhandlungen um die Schulden bei privaten Gläubigern. Kirchner gelang es, nachdem das Land drei Jahre lang wegen Zahlungsunfähigkeit den Schuldendienst gänzlich eingestellt hatte, einen Deal durchzusetzen: Rückzahlung ja, aber nur 30 Prozent der rund 82 Milliarden Dollar. /Artikel lesen

Bauerndemonstrationen in Asunción
- Artikel vom 21.03.07 -

Paraguay - Allgemein, Paraguay - Politik

Einen Tag vor der Bauerndemonstration des 15. März betonte Landwirtschaftsminister Gustavo Ruiz Díaz, dass es keine Gründe mehr gebe, um zu demonstrieren.
Der Minister betonte, dass in zwei Jahren von der jetzigen Regierung bereits 60.000 ha Land an Kleinbauern oder “landlose Bauern” vergeben wurden, es gebe Programme der Bodenverbesserung, man habe mit Hilfe der Bundesrepublik Deutschland ein Programm ins Leben gerufen, das 900 Gemeinden strukturelle Hilfe geben soll /Artikel lesen

Sturzflug des Dollars - Zentralbank interveniert am Devisenmarkt
- Artikel vom 20.03.07 -

Paraguay - Wirtschaft, Paraguay - International

Nach bisherigem Zögern hat sich die paraguayische Zentralbank ab Mitte März entschlossen, am Devisenmarkt als Käufer aufzutreten, um ein weiteres Fallen der Leitwährung US$ zu verhindern.

Nachdem der US-Dollar Anfang Januar bei ungefähr 6.200 Guaraníes stand, ist er zurzeit auf ungefähr 5.900 Guaraníes abgesunken. In der Zentralbank wird diese Tendenz damit erklärt, dass in den ersten Monaten des Jahres die Agrarexporte, besonders von Soja und Baumwolle, durchgeführt werden. Der aus diesen Exporten resultierende Deviseneingang habe den Kurs abstürzen lassen.

Die politischen Zwänge scheinen jedoch über die Haltung der Zentralbankpräsidentin Mónica Pérez, den Kurs frei floaten zu lassen, gesiegt zu haben. Gerade Mitte März fand eine große Bauerndemonstration statt, bei der mit weiter gehenden Kampfmaßnahmen gedroht wurde. Die Bauern beklagen, dass immer zu der Zeit der Baumwollernte die Devisenkurse absacken, so dass die Baumwollkämmereien niedrigere Preise an den Produzenten zahlen.

Haben etwa paraguayischen Richter Strom geklaut?
- Artikel vom 20.03.07 -

Paraguay - Allgemein

Die staatliche Elektrizitätsversorgung ANDE hat am 13. März bei einer technischen Überprüfung des Gebäudes der “Vereinigung der Richter von Paraguay” festgestellt, dass elektrische Energie geklaut wurde. /Artikel lesen

Parlamentarier zeigen Verfassungsbruch an
- Artikel vom 20.03.07 -

Paraguay - Politik, Mercosur

Paraguayische Parlamentarier haben bei den Botschaften der Mercosur-Länder den  “Verfassungsbruch” in Paraguay angezeigt. Sie fordern die Anwendung von Artikel 1 des Protokolls von Ushuaia des Jahres 1998, das nur demokratisch verwaltete Länder als Mitglieder des Mercosur zulässt. /Artikel lesen

US-Elitetruppen in Spionagemission?
- Artikel vom 20.03.07 -

Paraguay - International

Ohne Wissen ihrer Botschaft scheinen Angehörige von US-Eliteformationen in Paraguay als Spione gearbeitet zu haben. Die in Zivil auftretenden Agenten sollen Antiterrorismus-Einsätze planen und den örtlichen Streitkräften helfen, wie aus einer Information der amerikanischen Zeitung New York Times hervorgeht. Die Zeitung behauptet, dass diese Missionen bereits in einigen afrikanischen und südamerikanischen Staaten arbeiten.

In Südamerika wurde dies bekannt, als in der paraguayischen Stadt Ciudad del Este ein gewöhnlicher Räuber einige dieser Elitesoldaten, die gerade einem Taxi entstiegen, angreifen wollte. Da hatte er natürlich in der Auswahl der Opfer einen Fehler begangen. Die Amis, die nicht wussten, worum es ging, erschossen den Mann auf der Stelle. In der angesehenen argentinischen Zeitung “Clarín” heißt es dazu: “Wenn die Schießerei auch gar nichts mit dem Auftrag zu tun hatte, war die Episode doch beschämend für die Beamten der US-Botschaft, die nicht informiert waren, dass die Gruppe im Land operierte. Ein Beamter sagte, die Soldaten hätten nicht von der US-Botschaft, sondern von einem Hotel aus operiert.” Die Soldaten scheinen nach dem Vorfall auf dem schnellsten Wege nach den USA zurückgeschickt worden zu sein.

Die US-Botschaft in Asunción betonte am 14. März dieses Jahres, dass sie von den Einzelheiten dieser Vorfälle keinerlei Kenntnis habe. Auch haben weder die Nationalpolizei noch andere paraguayische Stellen einen Mordfall mit Verwicklung von US-Bürgern an die Botschaft gemeldet. Ebenso wenig waren im paraguayischen Außenministerium genauere Informationen zu erhalten. Offiziell weiß man auch dort von gar nichts.

Während seiner US-Reise hat der paraguayische Vizepräsident Luis Castiglioni am 8. März mit dem amerikanischen Staatssekretär zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, Patrick O‘Brien, Kontakt aufgenommen. Die Aufdeckung des Falls führte nach Angaben der New York Times zu schweren Differenzen zwischen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und der Geheimdienstagentur C.I.A.