ASUNCION - Das Gesetz des „Agrarstatutes“ bestimmt, dass das Bodenreforminstitut INDERT keine Ländereien zur Umverteilung aufkaufen kann, wenn diese durch so genannte „landlose Bauern“ besetzt sind.
Aus diesem Grund wird beispielsweise der Kauf von 3.000 ha im Distrikt Ka’a Tigue im Departement Misiones weiterhin aufgeschoben. Die Fläche sollte an eine Gruppe von landlosen Kleinbauern verteilt werden, als sich eine andere Gruppe, deren Mitglieder sich ebenfalls als „landlos“ bezeichnen, auf die Fläche setzte und bisher durch nichts zu bewegen war, den besetzten Grund wieder zu verlassen. Dabei hat auch der Vermittlungsversuch des Bischofs der Diözese Misiones nichts genützt, der die Besetzer nicht umstimmen konnte.
Ebensowenig gelang es dem Gouverneur des Departements und dem paraguayischen Ombudsmann. Auch ihnen schenkten die Besetzer kein Gehör.
Das Gelände wird von zwei Gruppen beansprucht, die mit geringem zeitlichem Abstand in das Gelände eindrangen. Eine Gruppe gehört der landesweit operierenden Kleinbauernorganisation MCNOC an, während die andere von einer Sozialorganisation der katholischen Kirche unterstützt wird.