LA COLMENA (AR) Der Untersuchungsrichter der Stadt Carapeguá hat einen Staatsanwalt des Bezirks in schriftlicher Anzeige mit dem in der Gegend grassierenden Viehdiebstahl in Verbindung gebracht.
Es gebe in einigen Gemeinden des 9. Departements geheime Verhandlungen zwischen Staatsanwälten und Viehdieben. Die Viehdiebe des Bereichs der Staatsanwaltschaft von Quiindy seien „privilegiert“, heißt es im Schreiben des Richters. Der Richter betont, dass die meisten Fälle von Viehdiebstahl in den Gemeinden von Caapucú, Quuyquyhó und Quiindy registriert werden. Doch habe die Staatsanwaltschaft seit Februar 2006 keinen einzigen Fall angezeigt.
Einige befragte Polizeibeamte, die ungenannt bleiben möchten, gaben ebenfalls an, dass sie in der zweiten Oktoberhälfte 8 Anzeigen wegen Viehdiebstahls bearbeitet hätten. Seit Januar 2006 seien in der Umgebung von Quiindy 40 Rinder verschwunden. Bei einigen Fällen habe man die Täter festgenommen und auch Indizienbeweise gehabt, um die Täter als schuldig zu bezeichnen. Da jedoch die Staatsanwaltschaft untätig blieb, habe man die Täter sofort wieder auf freien Fuß setzen müssen. Die Polizisten sprechen von mutmaßlicher politischer Unterstützung durch den verdächtigten Staatsanwalt.