Paraguay erreicht makroökonomischen Stabilität
- Artikel vom 29.09.06 -

Paraguay - Wirtschaft, Paraguay - Politik

[AR] Asuncion - Nach Beendigung einer Industrie- und Wirtschaftskonferenz mit Staatspräsident Dr. Oscar Nicanor Duarte Frutos und Vertretern der freien Wirtschaft betonte der Vorsitzende der paraguayischen Industriellenunion, dass der Präsident sich ausdrücklich verpflichtet habe, die heute erreichte makroökonomische Stabilität des Landes aufrechtzuerhalten, auch wenn die Wahlzeit heranrückt. Als wichtigste Wahl findet am 19. November dieses Jahres die Wahl von Bürgermeistern und Stadträten im ganzen Land statt. Darauf folgen im Jahr 2007 eine Reihe internen Vorwahlen, welche Anfang 2008 mit der allgemeinen Wahl des Staatspräsident, der Parlamentarier, der Gouverneure der einzelnen Departements des Landes abschließen. Staatschef Dr. Oscar Nicanor Duarte Frutos beabsichtigt die Verfassung zu ändern, um im Jahr 2008 seine Wiederwahl zu ermöglichen. Die jetzige paraguayische Verfassung verbietet die Wiederwahl eines Präsidenten, nachdem sich der Alleinherrscher Alfredo Strössner (1954-1989) nach entsprechenden Verfassungsänderungen 35 Jahre lang wiederwählen ließ.

Der Vorsitzende der Industriellenunion betont: Die Entscheidung des Präsidenten zur Wiederwahl und Verfassungsänderung ist für unser Land sehr wichtig! Es muss unbedingt vermieden werden, dass alles was diese Regierung in ihrer Legislaturperiode von 2003 bis 2008 erreicht und erreichen möchte, nicht von einer Nachfolgeregierung zerstört wird.

Der Regierung Dr. Oscar Nicanor Duarte Frutos gelang es seit 2003, nachdem sie ein fast bankrottes Staatswesen übernommen hat, die Inflation drastisch auf annähernd 6% pro Jahr abzusenken, die Devisenreserven von etwa 700 Mio. USD auf heute 1,5 Mrd. USD zu erhöhen und die paraguayische Währung zu stabilisieren. Die Leit- und Reservewährung ist der USD, welcher seinerzeit mit mehr als 8.000 Guaraníes gehandelt wurde, steht heute bei einen Kurs von 5.250 Guaraníes.

Als Defizit dieser Regierung, so bezeichnet es die Opposition, dass es der Regierungspartei bisher nicht gelungen sei, diese günstige Entwicklung bis in die „Taschen des Volkes“ weiterzuleiten.